Selbst verstanden?

Es ist mir fast peinlich, Sie zu bitten, sich beim Verfassen eines Textes immer diese Frage zu stellen. Aber nur fast.
"Ich bemerke, indem ich dieses hinschreibe, daß ich mich nicht einmal selbst hinreichend verstehe", schreibt in einem Brief – der Königsberger Philosoph Immanuel Kant .
Ich denke, wenn Kant schon mal im Zweifel war, dann müssen auch wir uns fragen, ob wir verstehen, was wir schreiben.
„Rem tene, verba sequentur“, soll Cato gesagt haben – zu deutsch: „Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen“.
Es gilt als ein wichtiges journalistisches Prinzip, dass schlechte Recherche selbst durch eine gute Schreibe nicht wettgemacht werden kann. Denn Voraussetzung für eine gute Schreibe ist – gute Recherche!
„Daher nun ist die erste, ja, schon für sich allein beinahe ausreichende Regel des guten Stils diese, daß man etwas zu sagen habe :o, damit kommt man weit!“
Sie müssen sich Ihrer Sache und Ihres Themas sicher sein. Das ist die erste Voraussetzung dafür, dass Ihr Leser Sie versteht.